Raus aus dem Alltag, rein in die Natur: Mit den richtigen Nahrungssuche Grundlagen beim Trekking wird aus einer Tour ein echtes Outdoor-Erlebnis
Ein langer Tag auf dem Trail, der Rucksack sitzt, der Wald wird ruhiger und irgendwo am Wegesrand wachsen Kräuter, Beeren oder junge Triebe. Der Gedanke liegt nahe: Kann man davon eigentlich etwas essen? Genau hier beginnen die Nahrungssuche Grundlagen beim Trekking. Sie machen den Unterschied zwischen einer spannenden Naturerfahrung und einem riskanten Experiment aus.
Nahrungssuche ist kein Survival-Spiel und auch kein Ersatz für eine vernünftige Tourenverpflegung. Sie kann aber ein wertvoller Bestandteil des Trekkingalltags sein. Wer essbare Pflanzen sicher erkennt, Wasser hygienisch aufbereitet, die Natur respektvoll behandelt und seine Ausrüstung sinnvoll einsetzt, erweitert seinen Speiseplan unterwegs auf eine verantwortungsvolle Weise. Und ganz ehrlich: Eine Handvoll sicher bestimmter Waldbeeren im Porridge schmeckt nach einem langen Wandertag einfach besser als jedes Tütengericht.
Dieser Beitrag vermittelt dir die wichtigsten Grundlagen für die Nahrungssuche beim Trekking. Ohne Wildnis-Pathos, ohne dubiose „Probier einfach mal“-Tipps und mit einem klaren Blick auf Sicherheit, Recht und Natur.
Nahrungssuche beim Trekking: Grundlagen für die Planung im Gelände
Die wichtigste Regel zuerst: Starte niemals mit der Annahme, dass die Natur dich schon ausreichend ernähren wird. Auch in scheinbar üppigen Wäldern ist energiereiche Nahrung oft schwerer zu finden, als viele denken. Blätter, Kräuter und Beeren können ein Essen bereichern, liefern aber meist nicht die Kalorienmenge, die du bei vielen Kilometern, schwerem Gepäck oder kalten Temperaturen benötigst.
Die Nahrungssuche Grundlagen beim Trekking beginnen daher nicht mit dem Messer, sondern bereits zu Hause. Plane deine Verpflegung so, dass du auch dann zuverlässig versorgt bist, wenn du unterwegs nichts sammeln kannst oder darfst. Haferflocken, Nüsse, Trockenobst, Hartkäse, Reisgerichte, Couscous, Energieriegel und Trekkingmahlzeiten sind keine besonders romantische Vorstellung von Wildnis. Aber sie funktionieren. Und Funktion schlägt Fantasie, wenn Regen aufzieht und der Magen knurrt.
Warum Foraging keine vollständige Tourenverpflegung ersetzt
Beim Trekking steigt dein Energiebedarf deutlich. Je nach Gelände, Temperatur, Körpergewicht, Distanz und Gepäck können schnell mehrere tausend Kilokalorien am Tag zusammenkommen. Wildkräuter enthalten zwar Mineralstoffe und Vitamine, doch sie sind kein Ersatz für Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Eine Schüssel Brennnesseln ist gesund, aber sie trägt dich nicht über einen langen Pass.
Sieh die Nahrungssuche deshalb als Ergänzung. Ein paar junge Blätter im Couscous, Beeren im Frühstück oder aromatische Kräuter in der Suppe können eine einfache Mahlzeit aufwerten. Sie bringen Abwechslung, Geschmack und einen stärkeren Bezug zur Landschaft. Mehr muss es oft gar nicht sein.
Besonders bei Mehrtagestouren lohnt sich eine Notfallreserve. Diese bleibt unangetastet, außer es wird wirklich nötig. Geeignet sind haltbare und energiedichte Lebensmittel, etwa Nussmischungen, Riegel, Schokolade, Trockenfleisch oder Instantgerichte. Eine Reserve ist kein Zeichen von mangelndem Outdoor-Können. Im Gegenteil: Sie zeigt, dass du realistisch planst.
Tour, Jahreszeit und Gebiet vorab einschätzen
Was du unterwegs finden kannst, hängt stark von Ort und Jahreszeit ab. Im Frühling gibt es junge Triebe und frische Wildkräuter. Im Sommer wachsen vielerorts Beeren, während der Herbst je nach Region Früchte, Nüsse und Pilze bereithält. Im Winter sieht die Sache deutlich magerer aus. Dann kostet die Suche häufig mehr Energie, als sie einbringt.
Auch die Landschaft entscheidet. Im Schwarzwald findest du andere Pflanzen als in der Lüneburger Heide, im Alpenvorland oder in einer norddeutschen Auenlandschaft. Höhenlage, Boden, Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung verändern das Angebot zusätzlich. Ein vermeintlich guter Sammelplatz kann nach einer langen Trockenperiode völlig leer sein.
Bereite dich mit einem guten Bestimmungsbuch, einer seriösen Pflanzen-App als Ergänzung und möglichst mit praktischem Wissen vor. Am besten lernst du Pflanzen nicht erst auf der Tour kennen. Mach vorher Spaziergänge in deiner Umgebung, nimm an geführten Kräuterwanderungen teil oder übe mit erfahrenen Menschen. Draußen zu lernen ist viel wertvoller, als nachts am Bildschirm durch Fotos zu scrollen.
Die richtige Prioritätenfolge im Gelände
Wenn es ernst wird, gilt eine einfache Reihenfolge: Schutz, Wasser, Orientierung, Energie. Bist du durchnässt, unterkühlt oder orientierungslos, bringt dir die Suche nach essbaren Pflanzen wenig. Sorge zuerst für einen sicheren Platz, passende Kleidung, Trinkwasser und einen klaren Plan für den weiteren Weg.
Nahrungssuche sollte außerdem nie dazu führen, dass du deine Kräfte verzettelst. Musst du noch mehrere Kilometer bis zum Biwakplatz zurücklegen, wird die halbe Stunde intensive Suche im Unterholz schnell zur unnötigen Belastung. Sammle nur, wenn Zeit, Wetter und Lage es zulassen. Die Natur läuft dir nicht weg. Zumindest meistens nicht.
Essbare Pflanzen erkennen: Sichere Bestimmung statt riskantes Ausprobieren
Die goldene Regel ist kurz und nicht verhandelbar: Iss nur Pflanzen, die du zweifelsfrei bestimmen kannst. Nicht „wahrscheinlich“. Nicht „hat die App gesagt“. Nicht „sieht aus wie auf dem Foto“. Zweifelsfrei.
Viele giftige Pflanzen ähneln essbaren Arten erstaunlich stark. Das gilt besonders für junge Blätter, Pflanzen ohne Blüte oder Gewächse, die unter ungewöhnlichen Bedingungen wachsen. Eine Verwechslung kann unangenehme Magenprobleme auslösen, im schlimmsten Fall jedoch schwere Vergiftungen verursachen. Der Wald ist wunderschön, aber er vergibt keine Selbstüberschätzung.
Die Grundregel: Im Zweifel nicht essen
Eine sichere Pflanzenbestimmung basiert auf mehreren Merkmalen. Schau dir Blattform, Blattrand, Stängel, Blüten, Wuchsrichtung, Geruch, Standort und Jahreszeit an. Bei manchen Arten sind auch Wurzeln, Behaarung oder die Anordnung der Blätter wichtig. Erst das Gesamtbild ergibt eine belastbare Bestimmung.
Verlass dich nie auf alte Mythen. Dass Tiere eine Pflanze fressen, bedeutet nicht, dass sie für Menschen verträglich ist. Auch die Annahme, dass bitter automatisch giftig oder Kochen grundsätzlich sicher macht, ist falsch. Manche Giftstoffe bleiben trotz Erhitzen gefährlich. Andere Pflanzen sind roh unverträglich, gekocht aber nutzbar. Ohne Artenkenntnis ist das schlicht kein Spiel, das du gewinnen kannst.
Von sogenannten Geschmackstests solltest du ebenfalls die Finger lassen. Unbekannte Pflanzen anzulecken, zu kauen oder „in kleinen Mengen zu testen“ ist keine sichere Methode. Sie gehört in die Kategorie Outdoor-Mythen, die in der Praxis niemand braucht.
Einsteigerfreundliche Pflanzen und sichere Lernwege
Für Einsteiger ist es sinnvoll, sich auf wenige, gut erkennbare Arten zu konzentrieren. Brennnesseln sind ein klassisches Beispiel. Sie sind weit verbreitet, haben eindeutige Brennhaare und lassen sich gekocht als Gemüse oder Suppeneinlage verwenden. Löwenzahn ist ebenfalls bekannt, wobei die bitteren Blätter Geschmackssache sind. Brombeeren lassen sich während der Reifezeit gut erkennen, sofern du sie an einem sauberen Standort sammelst.
Auch Giersch wird oft genannt. Er ist essbar, gehört aber zu einer Pflanzenfamilie, in der es gefährliche Verwechslungspartner gibt. Deshalb sollte er erst auf deinem Speiseplan stehen, wenn du seine Merkmale wirklich sicher kennst. Gerade bei Doldenblütlern ist Vorsicht angebracht. Hier reicht „kommt mir bekannt vor“ ganz sicher nicht aus.
Ein guter Lernweg besteht darin, eine Pflanze nach der anderen kennenzulernen. Beobachte sie über mehrere Monate. Wie sieht sie im Frühjahr aus? Wann blüht sie? Welche Nachbarpflanzen wachsen am gleichen Ort? Dieses Wissen bleibt deutlich besser hängen als eine lange Liste aus einem Ratgeber.
Giftige Doppelgänger und typische Fehlannahmen
Ein häufiger Fehler ist die Fixierung auf ein einzelnes Merkmal. Ein gezacktes Blatt allein macht noch keine Brennnessel. Eine weiße Blüte allein macht noch keinen essbaren Doldenblütler. Auch Gerüche können täuschen, besonders wenn Hände, Messer oder Sammelbeutel bereits mit anderen Pflanzen in Kontakt waren.
Besondere Zurückhaltung ist bei Pilzen, Wurzeln, Knollen und Samen angebracht. Pilze gehören zwar für viele zur Nahrungssuche dazu, verlangen aber fundierte Kenntnisse. Eine App, ein Bildvergleich oder ein vager Tipp aus dem Internet reichen hier nicht. Wenn du Pilze sammeln möchtest, lerne sie mit fachkundiger Begleitung kennen und beschränke dich auf wenige, unverwechselbare Arten.
Ein weiterer Irrtum: „Wenn es natürlich ist, kann es nicht so schlimm sein.“ Doch, kann es. Die Natur stellt keine Zutatenliste bereit. Genau deshalb sind Respekt und Wissen beim Trekking so wichtig.
Schonend und hygienisch sammeln
Ernte nur kleine Mengen für den eigenen unmittelbaren Bedarf. Nimm nicht den ganzen Bestand mit, selbst wenn die Pflanze häufig vorkommt. Viele Insekten, Vögel und andere Tiere sind ebenfalls auf diese Ressourcen angewiesen. Außerdem soll der Platz auch für die Menschen nach dir noch lebendig und intakt aussehen.
Sammle nicht direkt an stark befahrenen Straßen, an Bahndämmen, auf gedüngten Feldern, an Hundewiesen oder in der Nähe von Industrieanlagen. Pflanzen können Abgase, Spritzmittel, Parasiten oder andere Verunreinigungen aufnehmen. Ein schöner Fundort ist nicht automatisch ein sauberer Fundort.
Nutze einen separaten Stoffbeutel oder eine kleine Dose für deine Funde. Zerdrückte Beeren, feuchte Blätter und warme Rucksacktaschen sind eine eher traurige Kombination. Was du sammelst, solltest du zeitnah prüfen, reinigen und verarbeiten.
Nahrungssuche mit robuster Outdoorausrüstung von ENJA Outdoortechnik
Wissen bleibt der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Dennoch macht gutes Werkzeug viele Handgriffe unterwegs sicherer und angenehmer. Gerade beim Trekking zählt Ausrüstung, die nicht nach zwei Regentagen schlappmacht und auch dann zuverlässig funktioniert, wenn der Boden matschig und die Hände kalt sind.
ENJA Outdoortechnik steht für handgefertigte Messer, Werkzeuge und Survival-Ausrüstung, die für den Einsatz im echten Gelände entwickelt wurden. Für Menschen, die nicht bloß am Lagerfeuer posieren möchten, sondern ihre Ausrüstung nutzen. Ob im Schwarzwald, auf einer skandinavischen Tour oder beim Biwak am Waldrand: Langlebigkeit und Kontrolle sind wichtiger als Spielereien.
Welche Ausrüstung auf Trekkingtour wirklich sinnvoll ist
Für die Nahrungssuche Grundlagen beim Trekking brauchst du keine überladene Spezialausrüstung. Ein gutes feststehendes Messer oder ein robustes Klappmesser, ein kleiner Kochtopf, eine verlässliche Zündquelle, ein Wasserfilter beziehungsweise ein System zur Wasseraufbereitung und ein Behälter für Lebensmittel bilden eine solide Basis.
Ein Metallbecher oder Topf ist besonders praktisch. Darin kannst du Wasser erhitzen, Kräuter blanchieren, eine Suppe zubereiten oder eine einfache Mahlzeit aufwerten. Ergänzt durch einen Löffel, ein kleines Tuch und einen verschließbaren Behälter bist du für viele Situationen bereits gut aufgestellt.
Weniger ist dabei oft mehr. Ein Rucksack voller Gadgets hilft dir nicht, wenn du nicht weißt, wie sie funktionieren. Nimm lieber wenige Dinge mit, die du vor der Tour ausprobiert hast und sicher bedienen kannst.
Das Messer als Werkzeug, nicht als Allzwecklösung
Ein zuverlässiges Messer gehört für viele Trekker zur Grundausstattung. Es hilft beim Schneiden von Pflanzen, beim Zerkleinern von Zutaten, beim Vorbereiten von Holz für ein erlaubtes Feuer oder beim Öffnen von Verpackungen. Mehr braucht es oft nicht.
Robuste Messer von ENJA Outdoortechnik sind auf langlebige Materialien, gute Handhabung und funktionales Handwerk ausgerichtet. Das ist sinnvoll, wenn Ausrüstung regelmäßig draußen genutzt wird. Dennoch gilt: Ein Messer ersetzt keine Pflanzenkenntnis, keine Wasseraufbereitung und keinen gesunden Menschenverstand. Wer damit einen unbekannten Pilz anschneidet, weiß danach nur, dass der Pilz jetzt angeschnitten ist.
Sicherer Umgang mit Werkzeugen im Lager
Arbeite mit dem Messer immer auf einer stabilen Unterlage und schneide vom Körper weg. Das klingt banal, ist aber genau die Art Hinweis, die man nach acht Stunden Marsch und bei kalten Fingern gern verdrängt. Halte Abstand zu anderen Personen und verstaue das Messer direkt nach der Nutzung sicher.
Wenn du damit Lebensmittel verarbeitet hast, reinige die Klinge möglichst bald. Das gilt besonders nach Kontakt mit Pflanzenresten, Erde oder Harz. Ein sauberes Werkzeug ist nicht nur angenehmer, sondern auch hygienischer.
Wasser, Hygiene und Zubereitung: So bleibt Nahrung unterwegs sicher
Eine eindeutig essbare Pflanze wird nicht automatisch zu einer sicheren Mahlzeit, wenn sie aus verschmutztem Gelände stammt oder mit belastetem Wasser zubereitet wird. Hygiene ist beim Trekking keine Nebensache. Sie verhindert, dass ein schöner Abend am Lagerplatz zur Nacht mit Bauchschmerzen wird. Und darauf kann wirklich jeder verzichten.
Wasser zuerst sicher machen
Klares Bergwasser sieht oft vertrauenswürdig aus. Es kann dennoch Keime, Parasiten oder Verunreinigungen enthalten. Oberhalb einer Quelle kann ein Tier verendet sein, eine Weide liegen oder starker Regen Erde und Mikroorganismen eingespült haben. Die Optik allein sagt wenig aus.
Ein geeigneter Wasserfilter kann Partikel und viele Krankheitserreger reduzieren. Je nach System und Situation kann zusätzliches Abkochen oder eine chemische beziehungsweise UV-basierte Behandlung sinnvoll sein. Informiere dich vor der Tour über die Leistungsgrenzen deiner Methode. Nicht jeder Filter schützt gegen alles.
Nutze sauberes Trinkwasser auch zum Waschen von Nahrung. Wenn du Wildkräuter mit zweifelhaftem Bachwasser abspülst, hast du wenig gewonnen. Trenne, wenn möglich, Trinkwasser, Kochwasser und Wasser zum Reinigen von Ausrüstung.
Wildpflanzen richtig reinigen und zubereiten
Entferne Erde, Insekten und beschädigte Pflanzenteile sorgfältig. Besonders bodennahe Pflanzen können mit Keimen oder Parasiten belastet sein. Bei vielen Wildkräutern ist Erhitzen eine gute Idee. Blanchiert oder gekocht werden sie leichter verdaulich und passen hervorragend in Suppe, Pasta, Reis oder Couscous.
Eine einfache Trekkingmahlzeit kann zum Beispiel aus Couscous, Brühe, Nüssen und einer kleinen Menge sicher bestimmter Wildkräuter bestehen. Auch Haferbrei lässt sich mit Beeren aufwerten. Das ist kein Gourmetmenü mit sieben Gängen. Muss es auch nicht sein. Nach einem langen Trekkingtag schmeckt schlichtes Essen oft erstaunlich großartig.
Lebensmittelvergiftung und Verdauungsprobleme vermeiden
Verzehre keine verschimmelten, matschigen oder angegorenen Beeren und Früchte. Lagere gesammelte Nahrung nicht stundenlang warm im Rucksack. Iss außerdem keine großen Mengen einer Pflanze, die du zwar sicher bestimmt hast, aber noch nie gegessen hast. Jeder Körper reagiert anders, und unterwegs ist nicht der beste Ort für kulinarische Selbstversuche.
Bei Übelkeit, Durchfall, starken Bauchschmerzen, Schwindel oder ungewöhnlichen Beschwerden solltest du keine weiteren Wildpflanzen essen. Sorge für Flüssigkeit, wärme dich bei Bedarf und organisiere Hilfe, wenn die Symptome ernst sind oder zunehmen. Sicherheit geht vor Stolz.
Tiere, Spuren und natürliche Ressourcen verantwortungsvoll nutzen
Wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt Spuren: Trittsiegel im weichen Boden, angeknabberte Zapfen, Losung, Federn oder schmale Wildwechsel. Solche Beobachtungen machen Trekking besonders spannend. Sie zeigen dir, dass der Wald auch dann voller Leben ist, wenn du gerade kein Tier siehst.
Aber Spuren sind zum Beobachten da, nicht zum Verfolgen. Gute Outdoor-Praxis bedeutet, Tiere nicht zu bedrängen, Rückzugsräume zu respektieren und natürliche Ressourcen nicht gedankenlos zu verbrauchen.
Tierspuren richtig einordnen
Wildwechsel können Hinweise auf Tierbewegungen geben, sie führen aber nicht automatisch zu Wasser oder Nahrung für Menschen. Ebenso wenig beweist Tierfraß, dass eine Pflanze für dich essbar ist. Rehe, Vögel oder Insekten haben andere Verdauungssysteme und Verträglichkeiten. Was für sie passt, kann für Menschen hochgiftig sein.
Hältst du dich in Gebieten mit größerem Wild auf, bleib ruhig und gib Tieren Raum. Besonders in der Dämmerung, während der Brut- und Setzzeit oder in ausgewiesenen Ruhezonen ist Rücksicht Pflicht. Dein Trekkingabenteuer wird nicht besser, wenn ein Reh vor dir flüchten muss.
Warum Wildtiere keine Trekking-Nahrungsquelle sind
Das Fangen, Töten oder Aneignen von Wildtieren ist in Deutschland rechtlich streng geregelt. Jagd und Fischerei setzen entsprechende Berechtigungen, Kenntnisse und die Einhaltung weiterer Vorschriften voraus. Für normale Trekkingtouren ist das weder eine praktikable noch eine verantwortungsvolle Form der Nahrungsbeschaffung.
Konzentriere dich stattdessen auf mitgeführte Verpflegung und sicher bestimmbare pflanzliche Ergänzungen. Das ist einfacher, legaler und schont die Tierwelt. Nicht alles, was theoretisch in einer Survival-Serie vorkommt, gehört in den realen Wald.
Naturmaterialien maßvoll verwenden
Auch beim Feuermachen und Lagerbau gilt Zurückhaltung. Brich keine lebenden Äste ab, schäle keine Rinde von Bäumen und zerstöre kein Totholz in großen Mengen. Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für Käfer, Pilze und viele andere Organismen.
Entzünde Feuer nur dort, wo es erlaubt und sicher ist. Bei Trockenheit, Waldbrandgefahr oder lokalen Verboten ist ein Kocher die bessere Wahl. Er ist ohnehin schneller einsatzbereit, hinterlässt kaum Spuren und spart dir die abendliche Rauchdusche.
Rechtliche Vorgaben, Naturschutz und praktische Grenzen der Nahrungssuche
Bei der Nahrungssuche gelten rechtliche Grenzen. Sie zu kennen gehört genauso zu den Grundlagen wie die Pflanzenbestimmung. In Deutschland ist das Sammeln kleiner Mengen wild wachsender Pflanzen, Beeren, Pilze oder ähnlicher Naturerzeugnisse für den persönlichen Bedarf grundsätzlich in vielen Fällen möglich. Allerdings gibt es wichtige Ausnahmen und regionale Unterschiede.
Was das Sammeln in Deutschland grundsätzlich bedeutet
Oft wird in diesem Zusammenhang vom Handstraußprinzip gesprochen. Gemeint ist damit vereinfacht: Kleine Mengen für den persönlichen Bedarf können unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt sein. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass du überall, alles und unbegrenzt mitnehmen darfst.
Geschützte Arten sind tabu. Auch große Mengen für Vorräte, Verkauf oder gewerbliche Zwecke sind nicht vom privaten Sammeln gedeckt. Bei Pilzen können zusätzlich regionale Mengenbegrenzungen und besondere Schutzbestimmungen gelten. Informiere dich vor deiner Tour über die Regeln des jeweiligen Bundeslands und Gebiets.
Schutzgebiete und private Flächen beachten
In Nationalparks, Naturschutzgebieten, Kernzonen von Biosphärenreservaten oder anderen besonders geschützten Bereichen gelten oft deutlich strengere Vorgaben. Manchmal ist das Sammeln vollständig verboten. Auch Wegegebote und Betretungsregeln sind zu beachten.
Achte auf Schilder und lokale Hinweise. Wenn du unsicher bist, lass die Pflanze stehen. Das ist kein verlorener Fund, sondern eine kluge Entscheidung. Private Grundstücke, landwirtschaftliche Flächen und forstwirtschaftlich genutzte Bereiche verdienen ebenfalls Respekt. Nur weil etwas am Wegesrand wächst, gehört es nicht automatisch dir.
Naturschutz als Teil guter Outdoor-Praxis
Die beste Regel ist einfach: Hinterlasse so wenig Spuren wie möglich. Sammle maßvoll, beschädige keine Pflanzenbestände und nimm nichts aus empfindlichen Lebensräumen mit. Gerade seltene Arten, junge Triebe und kleine Bestände sollten vollständig in Ruhe gelassen werden.
Diese Haltung passt zu verantwortungsvollem Trekking. Du bist Gast in der Landschaft, nicht ihr Besitzer. Wer das verinnerlicht, erlebt die Natur meistens intensiver. Denn plötzlich wird aus einer Pflanze nicht bloß eine Zutat, sondern ein Teil eines größeren Systems.
Die Grenzen der Nahrungssuche erkennen
Nahrungssuche hat Grenzen. Bei schlechtem Wetter, Zeitdruck, Dunkelheit, Erschöpfung oder fehlender Artenkenntnis ist sie keine gute Idee. Auch in einer echten Notlage solltest du deine Energie nicht unüberlegt in die Suche nach Nahrung stecken. Wärme, Wasser, Sichtbarkeit und Orientierung haben in vielen Situationen Vorrang.
Die Nahrungssuche Grundlagen beim Trekking lassen sich deshalb auf eine klare Haltung herunterbrechen: Bereite dich gut vor, trage genug Verpflegung, lerne Pflanzen sorgfältig kennen und nimm nur, was du sicher bestimmen darfst. Mit robuster Ausrüstung, etwa von ENJA Outdoortechnik, und einem respektvollen Blick auf die Umgebung wird Nahrungssuche zu dem, was sie sein sollte: eine sinnvolle Ergänzung deiner Tour und kein riskanter Selbstversuch.
Dann darf die Brennnessel in den Topf, die Brombeere ins Frühstück und der Rest der Natur einfach dort bleiben, wo er hingehört: draußen, lebendig und auch für die nächsten Trekker noch voller Möglichkeiten.
