Feuerstahl-Zündtechnik: So machst Du auch bei Wind und Wetter zuverlässig Feuer
Ein Feuer kann unterwegs sehr viel mehr sein als bloß gemütliche Lagerfeuerromantik. Es wärmt Dich nach einem kalten Marsch, hilft beim Abkochen von Wasser, trocknet nasse Kleidung und bringt ein wenig Ordnung in einen chaotischen Outdoor-Tag. Gerade wenn der Regen quer durch den Schwarzwald peitscht oder morgens im Biwak die Finger kaum noch gehorchen, zeigt sich schnell: Auf ein Feuerzeug allein möchte man sich besser nicht verlassen.
Die Feuerstahl Zündtechnik gehört deshalb zu den Grundlagen im Bushcraft, beim Trekking und im Survival-Bereich. Ein guter Feuerstahl braucht keinen Brennstoff, funktioniert bei Kälte und liefert über viele Einsätze hinweg Funken. Allerdings gilt auch hier: Der Feuerstahl ist kein Zauberstab. Ohne passenden Zunder, eine saubere Vorbereitung und etwas Übung bleiben die hellen Funken eben nur helle Funken.
In diesem Beitrag erfährst Du, wie die Technik funktioniert, worauf es bei der Auswahl ankommt und wie Du aus einem Funken eine stabile Flamme machst. Ganz ohne unnötiges Taktik-Geschwurbel, dafür mit praxisnahen Tipps für Menschen, die lieber draußen lernen als nur darüber zu lesen.
Wie funktioniert die Feuerstahl-Zündtechnik im Outdoor-Einsatz?
Das Prinzip hinter Ferrocerium und Funkenbildung
Ein moderner Feuerstahl besteht in der Regel aus Ferrocerium, einer Metalllegierung mit Eisen und seltenen Erden. Wenn Du mit einer harten, scharfen Kante Material vom Stab abschabst, entzünden sich winzige Partikel durch Reibung an der Luft. Dabei entsteht ein intensiver Funkenregen. Diese Funken sind sehr heiß und können gut vorbereiteten Zunder zuverlässig entzünden.
Wichtig ist das Wort „vorbereitet“. Viele Anfänger halten ein paar trockene Grashalme unter den Feuerstahl und wundern sich, warum nichts passiert. Das ist kein persönliches Versagen, sondern schlicht Physik. Die Funken müssen auf sehr feines, trockenes und leicht entzündliches Material treffen. Je größer die Oberfläche des Zunders ist, desto besser kann er die Hitze aufnehmen.
Der große Vorteil: Ein Feuerstahl arbeitet mechanisch. Es gibt kein Gas, das leer sein kann, keine Zündelektronik und keine Streichholzköpfe, die bei Feuchtigkeit aufgeben. Solange noch genügend Material am Stab vorhanden ist und Du einen geeigneten Schaber dabeihast, kannst Du Funken erzeugen.
Warum ein Feuerstahl bei Wind, Kälte und Nässe überzeugt
Ein Feuerzeug ist im Alltag bequem. Klick, Flamme, fertig. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch im Gelände hat es seine Schwächen: Gas zündet bei starkem Frost schlechter, Wind bläst kleine Flammen aus, und ein durchnässtes Feuerzeug kann zur teuren Plastikhülle werden. Ein Feuerstahl bleibt dagegen erstaunlich unbeeindruckt von Kälte und Wind.
Natürlich ersetzt er keine gute Vorbereitung. Bei Dauerregen brauchst Du trotzdem trockenes Material. Doch genau hier spielt Erfahrung eine Rolle: Unter lockerer Baumrinde, im Inneren trockener stehender Äste oder in gespaltenem Holz findest Du häufig verwertbaren Zunder, obwohl der Waldboden patschnass ist. Ein Feuerstahl gibt Dir dann die Chance, dieses Material zu entzünden, statt auf den nächsten sonnigen Tag zu hoffen.
Für Touren in der Taiga, im Mittelgebirge oder auf einer kühlen Herbstwanderung ist das ein echter Vorteil. Ein Feuerstahl wiegt wenig, nimmt kaum Platz weg und hält bei sinnvoller Nutzung sehr lange. Kein Wunder, dass er in vielen Bushcraft- und Notfallsets einen festen Platz hat.
Unterschied zwischen Feuerstahl, Magnesiumblock und Feuerzeug
Jede Zündmethode hat ihren Platz. Das Feuerzeug ist schnell und komfortabel. Packst Du eines ein, ist das vernünftig. Ein Feuerstahl ist robuster, langlebiger und unabhängig von Brenngas. Ein Magnesiumblock kombiniert oft einen Feuerstahl mit Magnesiumspänen, die besonders heiß brennen können. Das kann bei schwieriger Witterung helfen, kostet aber Zeit und Übung.
Für die meisten Touren ist ein hochwertiger Ferrocerium-Feuerstahl die ausgewogene Lösung. Er ist unkomplizierter als ein Magnesiumblock und belastbarer als ein einzelnes Feuerzeug. Am besten denkst Du nicht in „entweder oder“, sondern in Redundanz: Feuerzeug für den schnellen Kaffee am Morgen, Feuerstahl als zuverlässige Reserve und Zunder als entscheidende Grundlage. Das ist keine Übertreibung, sondern schlicht gute Vorbereitung.
Robuste Feuerstähle für Bushcraft, Survival und anspruchsvolle Touren
Feuerstahl als fester Bestandteil der Bushcraft-Ausrüstung
Im Bushcraft geht es nicht darum, möglichst viele Gadgets an den Gürtel zu hängen. Es geht darum, mit sinnvoller Ausrüstung handlungsfähig zu bleiben. Ein Feuerstahl gehört in dieses Konzept, weil er mehrere Eigenschaften vereint: Er ist kompakt, langlebig, leise und bei fast jedem Wetter nutzbar.
Idealerweise trägst Du ihn so, dass Du ihn schnell erreichst. Viele befestigen den Feuerstahl mit einer Kordel am Messer, andere verstauen ihn in einer Beintasche oder in einem kleinen Zunderbeutel. Entscheidend ist nicht der Look, sondern die Praxis. Wenn Du bei Regen erst zehn Minuten im Rucksack kramen musst, liegt die Ausrüstung am falschen Ort.
Zusammen mit einem belastbaren Messer, trockenem Zunder und einer kleinen Transportmöglichkeit für Holzspäne entsteht ein funktionales System. Gerade beim Bushcraft zählt dieses Zusammenspiel. Das schönste Messer hilft wenig, wenn sein Rücken keine brauchbare Kante besitzt. Der stärkste Feuerstahl bringt nichts, wenn Du nur feuchte Blätter als Zunder findest.
Survival-Einsatz: Feuer machen, wenn es darauf ankommt
Im Survival-Kontext ist Feuer keine Spielerei. Es kann Wärme liefern, Wasser sicherer aufbereitbar machen, Nahrung garen, Tiere auf Abstand halten und im Notfall als Signal dienen. Trotzdem sollte niemand romantisieren, was „Survival“ bedeutet. Wer friert, erschöpft ist und nasse Hände hat, wird nicht plötzlich durch dramatische Musik zum Outdoor-Profi.
Genau deshalb lohnt es sich, die Feuerstahl Zündtechnik unter angenehmen Bedingungen zu trainieren. Übe im Garten, auf einem erlaubten Trekkingplatz oder in einem dafür vorgesehenen Lagerbereich. Lerne, wie sich Birkenrinde vorbereitet. Teste, wie viele feine Holzspäne Du brauchst. Finde heraus, welcher Winkel für Dich funktioniert. Dann wird die Bewegung im Ernstfall nicht zur Denkaufgabe.
Anspruchsvolle Touren und lange Nutzungsdauer
Auf einer Tagestour fällt ein defektes Feuerzeug vielleicht nicht weiter auf. Auf einer mehrtägigen Tour bei wechselhaftem Wetter kann es nervig oder problematisch werden. Deshalb sollte ein Feuerstahl zur Dauer der Tour und zu Deinem Einsatzprofil passen.
Kleine Modelle sind praktisch für EDC, also die tägliche Ausrüstung, oder ein minimalistisches Notfallset. Größere Feuerstähle liegen besser in der Hand, bieten mehr Materialreserve und lassen sich mit Handschuhen kontrollierter bedienen. Das zusätzliche Gewicht ist meist gering. Wer regelmäßig draußen unterwegs ist, wird die Reserve zu schätzen wissen. Besonders dann, wenn die Bedingungen einmal alles andere als bilderbuchreif sind.
Die richtige Technik: Funken erzeugen und Zunder sicher entzünden
Schritt 1: Einen geeigneten und sicheren Feuerplatz vorbereiten
Bevor Du auch nur einen Funken schlägst, prüfst Du die Umgebung. Gibt es ein Feuerverbot? Besteht hohe oder extreme Waldbrandgefahr? Bist Du in einem Schutzgebiet, in dem offenes Feuer nicht erlaubt ist? Dann bleibt der Feuerstahl in der Tasche. Das ist nicht spießig, sondern verantwortungsvoll.
Ist Feuer erlaubt, suchst Du einen windgeschützten Platz mit mineralischem Untergrund, etwa Erde, Sand oder Kies. Entferne trockenes Laub, Nadeln und kleine Zweige großzügig aus dem unmittelbaren Bereich. Bestehende Feuerstellen sind neuen Feuerplätzen vorzuziehen, sofern sie legal genutzt werden dürfen. Halte Wasser oder ausreichend Erde bereit, damit Du das Feuer später wirklich vollständig löschen kannst.
Schritt 2: Zunder, Anzündholz und Brennholz richtig aufbauen
Ein Feuer entsteht nicht erst beim Funken, sondern bei der Vorbereitung. Lege zuerst Deinen Zunder bereit. Danach folgen feinste trockene Zweige oder gespaltene Holzspäne, ungefähr so dünn wie Streichhölzer. Anschließend brauchst Du etwas stärkere Äste. Erst wenn die kleine Flamme stabil brennt, kommt dickeres Brennholz dazu.
Diese Reihenfolge klingt banal, wird aber erstaunlich oft ignoriert. Wer einen Funken in ein hübsches Zundernest schlägt und danach hektisch nach Holz sucht, verliert Zeit. Die erste Flamme ist zart und schnell wieder weg. Bereite deshalb alles vor, bevor Du zündest. Das macht die Feuerstahl Zündtechnik deutlich entspannter.
Schritt 3: Den Feuerstahl korrekt halten
Halte den Feuerstahl dicht über dem Zundernest. Je näher Du am Zunder arbeitest, desto mehr Funken landen dort, wo sie hingehören. Mit der anderen Hand setzt Du den Schaber oder den scharfkantigen Messerrücken am oberen Ende des Stabs an.
Eine bewährte Methode ist, den Schaber möglichst ruhig zu halten und den Feuerstahl kräftig nach hinten wegzuziehen. Das hat einen klaren Vorteil: Dein Zundernest bleibt liegen, statt durch eine hektische Vorwärtsbewegung auseinandergefegt zu werden. Gerade bei feinen Fasern, trockenem Gras oder sorgfältig aufgearbeiteter Birkenrinde ist das Gold wert.
Schritt 4: Funken gezielt in den Zunder schlagen
Setze den Schaber mit spürbarem Druck an und ziehe den Stab in einer kontrollierten, zügigen Bewegung zurück. Du musst dabei nicht brutal arbeiten. Zu wenig Druck erzeugt kaum Abrieb, zu viel Druck kostet Kraft und kann die Bewegung unpräzise machen. Suche den Punkt dazwischen.
Der Winkel ist ebenfalls wichtig. Ein eher flacher Ansatz funktioniert meist besser als ein steiler. Wenn die Funken nur weit durch die Gegend fliegen, aber nicht im Zunder landen, bist Du entweder zu weit entfernt oder der Bewegungsablauf ist zu hektisch. Mach es langsamer. Präzision schlägt wilde Showeinlage. Schließlich willst Du kein Funkenfeuerwerk aufführen, sondern Feuer machen.
Schritt 5: Die Flamme behutsam entwickeln
Sobald der Zunder glimmt oder eine kleine Flamme zeigt, schützt Du ihn mit den Händen vorsichtig vor Wind. Puste nicht wie ein Laubbläser hinein. Gib der Glut sanft Sauerstoff. Kleine, ruhige Atemstöße reichen häufig aus.
Lege dann feinste Zweige locker auf. Luft muss zwischen dem Material zirkulieren können. Wenn Du die Flamme sofort mit dicken, feuchten Ästen „fütterst“, erstickst Du sie. Das ist einer der Klassiker draußen. Geduld wirkt hier fast langweilig, aber sie funktioniert. Erst wenn das Anzündholz kräftig brennt, legst Du nach und nach stärkeres Holz auf.
Typische Fehler bei der Feuerstahl-Zündtechnik vermeiden
Der häufigste Fehler ist ungeeigneter Zunder. Nasses Laub, dicke Zweige oder grobe Rinde entzünden sich nicht zuverlässig durch einzelne Funken. Bereite Naturmaterial daher fein auf. Ritze Birkenrinde an, zerreibe trockene Pflanzenfasern oder schabe feine Späne von trockenem Holz ab.
Ein weiterer Fehler: Viele schlagen aus zu großer Höhe. Funken verlieren Energie, werden vom Wind verweht und landen irgendwo, nur nicht im Zunder. Arbeite nah am Material. Auch eine stumpfe oder abgerundete Schabekante kann frustrieren. Verwende einen passenden Striker oder einen Messerrücken, der dafür vorgesehen und kantig genug ist. Nicht jede Klinge sollte dafür herhalten, besonders wenn Du die Schneide schonen möchtest.
Welcher Zunder eignet sich für den Feuerstahl?
Naturzunder aus Wald und Gelände
Guter Naturzunder findet sich häufiger, als viele glauben. Birkenrinde ist ein Klassiker, weil sie ätherische Öle enthält und auch bei leicht feuchter Außenseite noch gut funktionieren kann. Sammle sie jedoch nur in kleinen Mengen von bereits abgefallenen Stücken oder losem Material. Lebende Bäume beschädigst Du nicht.
Auch Kienspan, also harzreiches Holz aus Nadelbäumen, ist sehr wertvoll. Es riecht intensiv, lässt sich fein abschaben und brennt zuverlässig. Trockenes, morsches Holz kann ebenfalls brauchbar sein, wenn Du es zu feinen Fasern zerreibst. Suche dabei nicht nur am Boden. In stehenden, abgestorbenen Ästen ist das Holz innen oft wesentlich trockener.
Vorbereiteter Zunder für Touren und Notfallsets
Ein wenig vorbereiteter Zunder spart Nerven. Gewachste Wattepads, Zunderschnur oder speziell behandelte Baumwollfasern sind leicht, günstig und zuverlässig. Sie passen in eine kleine wasserdichte Dose und brennen lange genug, um auch leicht feuchtes Anzündholz in Gang zu bringen.
Das ist kein „Schummeln“. Wer draußen unterwegs ist, darf sich das Leben einfacher machen. Ein gutes Notfallset soll funktionieren, nicht irgendeine Prüfung bestehen. Naturzunder zu sammeln und aufzubereiten bleibt trotzdem eine wichtige Fähigkeit. Beides zusammen ist die beste Mischung aus Können und Vorsorge.
Feuchten Zunder nutzbar machen
Nach Regen brauchst Du Geduld und einen Blick für Details. Suche nach trockenem Kernholz in abgebrochenen Ästen, unter überhängenden Felsen oder auf der Unterseite von liegendem Holz. Entferne feuchte Außenschichten mit dem Messer und arbeite Dich zum trockeneren Inneren vor.
Mit einem scharfen Messer kannst Du feine Locken und Späne herstellen. Ein kleiner Haufen davon lässt sich deutlich leichter entzünden als ein grober Holzklotz. Wenn Du einen trockenen Zunderrest aus Deinem Set hinzugibst, steigen Deine Chancen erheblich. Die Natur muss nicht perfekt sein. Du musst nur mit ihr arbeiten, statt gegen sie.
Feuerstahl richtig auswählen: Materialien, Größe und Ergonomie
Ferrocerium-Qualität und Funkenleistung
Ein Feuerstahl sollte reichlich, gleichmäßige Funken liefern und nicht nach wenigen Einsätzen enttäuschend stark verschleißen. Die genaue Zusammensetzung des Ferroceriums beeinflusst Funkenbild, Härte und Abrieb. In der Praxis zählt vor allem, ob Du mit Deinem Schaber zuverlässig arbeiten kannst und ob der Stab zu Deinen Touren passt.
Sehr weiche Feuerstähle erzeugen oft spektakuläre Funken, nutzen sich aber schneller ab. Härtere Varianten halten länger, verlangen manchmal jedoch etwas mehr Druck und eine gute Kante. Für regelmäßiges Bushcraft-Training und anspruchsvolle Touren ist ein ausgewogenes Modell sinnvoll: robust genug für viele Zündvorgänge, aber nicht zickig in der Handhabung.
Durchmesser und Länge: Welche Größe passt zum Einsatzzweck?
Ein kurzer, dünner Feuerstahl ist leicht und unauffällig. Für ein minimalistisches EDC-Set kann das genau richtig sein. Wenn Du aber mit kalten Händen, Handschuhen oder bei Wind arbeiten musst, bringt ein längerer und dickerer Stab deutliche Vorteile. Er liegt besser in der Hand und liefert beim Schaben mehr kontrollierbaren Abrieb.
Für Touren mit ernsthaftem Outdoor-Fokus ist ein handlicher Feuerstahl mit solider Materialreserve meist die bessere Wahl. Ein paar Gramm mehr sind kein Drama. Ein zu kleiner Stab, der bei schwierigen Bedingungen kaum sicher zu greifen ist, dagegen schon eher.
Ergonomischer Griff und sichere Bedienung
Der Griff wird oft unterschätzt. Dabei entscheidet er mit darüber, ob Du den Feuerstahl kontrolliert benutzen kannst. Ein griffiges Handstück hilft bei Nässe und Kälte. Es sollte auch dann noch sicher in der Hand liegen, wenn Deine Finger nicht mehr besonders beweglich sind.
Praktisch sind außerdem stabile Kordeln oder Befestigungsmöglichkeiten. So kannst Du den Feuerstahl am Messer, am Gürtel oder in einer gut zugänglichen Tasche sichern. Achte darauf, dass keine lose baumelnden Teile Deine Bewegung stören. Funktion vor Schnickschnack – das gilt bei Outdoor-Ausrüstung fast immer.
Schaber, Messerrücken und geeignete Kanten
Ein separater Schaber ist oft die materialschonendste Lösung. Er ist auf das Abschaben ausgelegt und schont Dein Messer. Viele robuste Outdoor-Messer besitzen zudem einen rechtwinklig geschliffenen Rücken, der Funken zuverlässig erzeugen kann. Die Schneide selbst solltest Du nicht verwenden. Sie wird dadurch stumpf und erhöht zudem das Verletzungsrisiko.
Bei handgefertigter Ausrüstung lohnt es sich, auf solche Details zu achten. Ein Messer, das beim Holzarbeiten überzeugt und zugleich mit einem definierten Rücken sauber am Feuerstahl arbeitet, spart Gewicht und schafft ein stimmiges Setup.
Warum handgefertigte ENJA Ausrüstung auf Langlebigkeit ausgelegt ist
Entwickelt aus Praxiswissen für den echten Outdoor-Einsatz
ENJA Outdoortechnik steht für Ausrüstung, die nicht für die Vitrine gedacht ist. Wer Bushcraft und Outdoor ernst nimmt, kennt den Unterschied zwischen einem Produkt, das im Katalog gut aussieht, und einem Werkzeug, das bei Regen, Kälte und harter Nutzung verlässlich bleibt.
Die handgefertigte Ausrichtung folgt einem einfachen Gedanken: Ausrüstung muss funktionieren, wenn sie gebraucht wird. Nicht erst beim zweiten Versuch. Nicht nur bei Sonnenschein. Gerade für die Feuerstahl Zündtechnik sind ergonomische Formen, belastbare Materialien und eine praxistaugliche Kombination aus Messer, Feuerstahl und Zubehör entscheidend.
Robuste Materialien statt kurzlebiger Kompromisse
Langlebigkeit beginnt nicht bei großen Werbeversprechen, sondern bei der Materialwahl und der Verarbeitung. Ein Feuerstahl sollte sicher befestigt sein, ein Griff dauerhaft Halt geben und ein Messer auch nach vielen Touren funktional bleiben. Das klingt selbstverständlich. Ist es im Alltag aber nicht immer.
ENJA richtet sich an Menschen, die ihre Ausrüstung nutzen: beim Trekking, am Lagerplatz, auf Jagd- oder Bushcraft-Touren und in Regionen, in denen Nachlässigkeit schnell unangenehm wird. Von der Taiga bis zum Schwarzwald gelten dieselben Grundregeln: Werkzeuge müssen belastbar sein, und Du musst sie beherrschen.
Feuerstahl und Messer als funktionales Team
Ein gut abgestimmtes Messer-Feuerstahl-System reduziert unnötiges Gepäck. Mit einem geeigneten Messerrücken kannst Du Späne herstellen, Zunder aufarbeiten und Funken schlagen. Ein robuster Feuerstahl ergänzt diese Fähigkeiten. Zusammen entsteht eine Kombination, die draußen echten Mehrwert bietet.
Entscheidend bleibt jedoch der Mensch hinter dem Werkzeug. Hochwertige Ausrüstung kann Dir Arbeit abnehmen. Sie ersetzt aber weder Umsicht noch Übung. Die beste Investition ist daher eine Mischung aus gutem Material und regelmäßigem Training.
Pflege, Lagerung und Training mit dem Feuerstahl
Feuerstahl vor Korrosion und Beschädigung schützen
Nach einer nassen Tour trocknest Du Deinen Feuerstahl am besten ab, bevor Du ihn verstaust. Auf der Oberfläche kann sich mit der Zeit eine leichte Oxidationsschicht bilden. Das ist meist kein Grund zur Sorge. Mit wenigen kräftigen Zügen des Schabers legst Du wieder frisches Material frei.
Lagere Feuerstahl und Zunder möglichst trocken. Eine kleine wasserdichte Dose oder ein Beutel mit zuverlässigem Verschluss sind unkomplizierte Lösungen. Kontrolliere Dein Set vor längeren Touren: Ist ausreichend Zunder vorhanden? Funktioniert der Schaber? Ist die Kordel intakt? Diese zwei Minuten können später überraschend viel Ärger sparen.
Regelmäßig üben, bevor die Situation anspruchsvoll wird
Übung macht bei der Feuerstahl Zündtechnik tatsächlich den Unterschied. Fang bei trockenem Wetter mit vorbereitetem Zunder an. Danach probierst Du Naturzunder aus. Später kannst Du bei leichtem Wind üben oder mit Handschuhen arbeiten. Du wirst merken: Kleine Veränderungen fühlen sich am Anfang deutlich schwieriger an.
Setze Dir dabei realistische Aufgaben. Entzünde ein Zundernest mit drei gezielten Schabbewegungen. Bereite Material nur mit Messer und Feuerstahl vor. Oder finde nach einem Regentag trockenes Kernholz. Solche Übungen schulen den Blick und machen Spaß, wenn man sich nicht selbst unter Druck setzt.
Feuersicherheit und Rücksicht auf Natur und Regeln
Am Ende gehört zum Feuermachen immer auch das saubere Löschen. Übergieße die Glut gründlich mit Wasser, rühre die Asche um und kontrolliere mit vorsichtiger Handnähe, ob noch Hitze aufsteigt. Wiederhole den Vorgang, wenn nötig. Es darf nichts mehr glimmen.
Respektiere lokale Regeln, saisonale Verbote und Schutzgebiete. Gerade in trockenen Sommerphasen kann ein kleiner Funke große Schäden verursachen. Ein verantwortungsvoller Outdoor-Mensch hinterlässt keinen Müll, beschädigt keine lebenden Bäume und hinterlässt einen Platz möglichst so, wie er ihn vorgefunden hat.
Fazit: Mit der richtigen Feuerstahl-Zündtechnik zuverlässig Feuer machen
Die Feuerstahl Zündtechnik ist keine Geheimwissenschaft. Sie besteht aus gutem Zunder, einer sicheren Feuerstelle, kontrollierten Bewegungen und etwas Geduld. Wenn Du Deinen Feuerstahl nah am Zundernest führst, den Abrieb gezielt lenkst und die junge Flamme nicht überforderst, wird aus wenigen Funken schnell ein brauchbares Feuer.
Ein robuster Feuerstahl gehört deshalb zu den sinnvollsten Begleitern für Bushcraft, Trekking und Survival. In Kombination mit langlebiger, handgefertigter Ausrüstung von ENJA Outdoortechnik entsteht ein Setup, das auf Funktion ausgelegt ist. Übe regelmäßig, gehe respektvoll mit Natur und Feuer um – und Du kannst Dich auch dann auf Deine Fähigkeiten verlassen, wenn das Wetter mal wieder seine ganz eigene Meinung hat.
